HC Kriens-Luzern
14.09.2017 07:53

Willimann weiss, wie man es macht

  • PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie
    HCK-Torhüter Andre Willimann. | Bild: Philipp Schmidli
HANDBALL ⋅ Kriens-Luzern will heute auswärts die zweite Cup-Hürde überspringen. Gegner ist Gossau (Buchenwald, 20 Uhr). Goalie André Willimann kennt das Gefühl, den Pokal zu stemmen.

Um den heissen Brei herum­reden, das mache keinen Sinn: «Kriens hat ein gutes Team, Kriens hat sich hohe Ziele gesetzt, Kriens muss gegen Gossau mit der Favoritenrolle vorliebnehmen», sagt André Willimann (32).

Willimann, der neue Torwart des HC Kriens, ein Dagmerseller, der über viele handballerisch auswärtige Destinationen doch noch den richtigen Weg in die Innerschweiz (zurück-)fand, spornt, breitschultrig – wie sich das für ­einen Goalie gebührt – an. Denn: Willimann kennt das Gefühl, diesen Cup-Kübel, für den man eine ziemlich lange Reihe Spiele in Folge gewinnen muss, in die Höhe zu stemmen. Letztes Jahr war er mit Wacker Thun an der Reihe, nicht als «Beigemüse», sondern als wichtigster Mann im Endspiel gegen Endingen: «Das Gefühl am Schluss nach dem Sieg war unbeschreiblich, einmalig.»

Einmalig? «Nein», erwidert Willimann mit einem Schmunzeln, «natürlich will ich diesen Moment noch einmal erleben.» Mit dem HC Kriens-Luzern. Der habe das Potenzial dazu, im Cup, oder auch in der Meisterschaft, das in Stein zu meisseln, was die Vorgabe der Vereinsgenerale ist: endlich ein Pokal in der Vereinsvitrine.

Nicht unbedingt ein Nummer-1-Kampf mit Bar

André Willimann hat sich in seiner regionalen Heimat unterdessen bestens eingelebt: «Sie alle hier haben mich so gut aufgenommen», schwärmt er, der keinen Nummer-1-Kampf mit Paul Bar ausfechten möchte, sondern betont: «Jeder will natürlich so viele Spielanteile wie möglich. Aber jeder will dem anderen auch helfen, so viel wie nur möglich. Wir sind ein kleines Team in einem grossen, sehr ambitionierten Team.»

Im Doppelpack zählen die beiden zu den stärksten in der NLA, fast immer mit hoher Abwehrquote, und immer mit sehr viel Freude am Spiel: Sobald sich der Gegner kleinste taktische Wechselfehler erlaubt, blasen Willimann und Bar konsequent zur Gegenattacke, scheuen auch Torwürfe aus weiter Distanz nicht.

Heute wollen Willimann und Bar festnageln, was einer Hausaufgabe entspricht: Gossau schlagen, in die nächste Cup-Runde einziehen. Dem Materialwart schon mal die Aufgabe erteilen, den Vitrinenschrank zu entstauben.

Am Samstag geht’s übrigens gleich noch einmal gegen Fortitudo Gossau, in der Meisterschaft (Krauerhalle, 18 Uhr). Das sei speziell, gesteht Willimann, innert zweier Tage diesen Widersacher im Doppelpack zu bekommen. Doch der Dagmerseller weiss die Antwort darauf: «Den Cupfight zu gewinnen, das ist Pflicht. Und dann schauen wir weiter ...»

 

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

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