CURLING

Am Mittwoch gehts für die Viererteams los

Am Dienstag spielt das Mixed-Curling-Team um die Medaille. Einen Tag später beginnt für die Viererteams der Frauen (Skip Silvana Tirinzoni) und Männer (Peter De Cruz) das Abenteuer Olympia.
11.02.2018 | 12:11

Beide Schweizer Teams sind froh, dass es endlich losgeht. "Es kribbelt schon sehr lange", sagt Silvana Tirinzoni, der Skip der Frauen-Equipe. Weil die Curling-Halle bislang durch das Mixed-Turnier belegt war, kam das Training zuletzt zu kurz. Am Samstag verbrachten die Schweizerinnen für zwei Stunden Training insgesamt sechs Stunden im Auto.

Natürlich verfolgten sowohl die Männer wie die Frauen die Mixed-Spiele von Jenny Perret und Martin Rios mit riesigem Interesse. Sie sogen die Atmosphäre auf, und sie versuchten, das Eis "zu lesen". Als kleines Problem erachten zumindest die Frauen die Stimmung in der Halle. Tirinzoni: "Die ganze Atmosphäre kann einen durchaus nervös machen. Andererseits ist es auch ein wunderbares Gefühl, vor so vielen Leuten spielen zu können. Das haben wir so noch nie erlebt."

Weil die koreanischen Fans jeden Stein des eigenen Teams mit lautem "Ahhh" und "Ohhh" begleiten und am Ende stets jubeln, besteht die Gefahr, dass die Kommunikation gestört wird. Die Schweizerinnen einigten sich deshalb für die kritischen Momente sogar auf Handzeichen.

Derartiges plant das Männer-Team aus Genf nicht. "Natürlich geht es im Curling normalerweise wie im Golf zu und her - nämlich absolute Ruhe, wenn gespielt wird. An diesen Winterspielen ist das definitiv nicht so. Aber wir lassen uns dadurch sicher nicht beirren", sagt Peter De Cruz, der Skip, der als Nummer 2 spielen wird. De Cruz: "Wir bereiteten das Olympia-Turnier genau gleich vor wie jedes andere Turnier. Bis jetzt ist es für uns mit unserer normalen Vorbereitung ganz gut gelaufen."

So verzichteten die Männer auch auf die beschwerliche Autoreise wegen eines zusätzlichen Trainings: "Wir waren stattdessen am Samstag beim Shorttrack", sagt Benoît Schwarz, der für das Schweizer Team die letzten Steine spielen wird. Und Claudio Pätz, der einzige Nicht-Genfer in der Mannschaft, ergänzt: "Die zwei zusätzlichen Stunden Training helfen jetzt auch nichts mehr." Schwarz und Pätz waren mit dem "Team Adelboden" schon vor vier Jahren in Sotschi dabei, als die Schweizer Männer abstürzten und das Turnier auf dem sehr enttäuschenden 8. Platz beendeten.

Diesmal will der Schweizer Curlingverband bei Olympia zwei von drei möglichen Medaillen gewinnen. "Wir stehen zu dieser Zielsetzung", erklären Silvana Tirinzoni und Benoît Schwarz unisono. Für das Team von Tirinzoni wäre es aber die erste Medaille überhaupt an Titelkämpfen. (sda)

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