Zug
13.09.2017 07:06

Stiere unter dem Hammer

  • Daniel Christen, Andrea Näpflin und Tobias Eichelberger (rechts) gewannen mit «Henri Junior – Blick unter die Haut» den Hauptpreis beim Kunstwettbewerb der Zuger Stierparade.
    Daniel Christen, Andrea Näpflin und Tobias Eichelberger (rechts) gewannen mit «Henri Junior – Blick unter die Haut» den Hauptpreis beim Kunstwettbewerb der Zuger Stierparade. | Bild: Christian Hildebrand (7. September 2017)
AUKTION ⋅ Auf ricardo.ch stehen noch bis am Sonntag 34 Stiere zum Kauf. Der Erlös geht an Kunst- und Sport-Projekte im Kanton Zug. Noch sind einige Schnäppchen zu ergattern.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Bis am Sonntag um 17 Uhr läuft die Auktion von 34 bemalten Stieren der Zuger Stierparade. Die Stierkälber haben oder hatten ein Startgebot von 250 Franken und sind zum Sofortpreis von 2500 Franken zu erstehen. Die Königsstiere starteten bei 500 Franken und kosten im Maximum 5000 Franken. Ausgenommen «Henri Junior», doch davon später.

Ein Stierkalb sei am Montagmorgen zum Sofortpreis gekauft worden und darum nur kurz auf ricardo.ch ausgeschrieben gewesen, verrät Kathrin Sonderegger, Geschäftsführerin des Vereins «kreative Bewegung». Der Verein zeichnet für die Zuger Stierparade und die Auktion verantwortlich. Der Versteigerungserlös der Stierwerke kommt nachwuchsfördernden Projekten oder solchen mit einem «Investitionscharakter in die Zukunft» in den Bereichen Sport und Kultur zugute. Noch bis zum Ende der Auktion könnten entsprechende Gesuche eingereicht werden, erklärt Sonderegger.

Vom Fleisch zum Fiberglasstier

Nicht 5000, sondern 10000 Franken soll «Henri Junior» einbringen. Der Königsstier von Daniel Christen gewann nämlich den Hauptpreis von 12000 Franken beim Kunstwettbewerb der Zuger Stierparade. Christen nannte sein Projekt «Blick unter die Haut». Bei der Entstehung hätten viele Zuger eine Rolle gespielt, sagt Christen und erklärt: «Der Stier wuchs bei Bauer Hegglin in Hünenberg auf. Viehhändler Stefan Arnet aus Edlibach hat mir Henri Junior vermittelt und das Fleisch geliefert.» Und zu guter Letzt habe er mit Metzger Limacher, ebenfalls aus Hünenberg, einen tollen Partner gefunden, der ihm ermöglicht habe, die Fleischstücke von Henri Junior in seinem Betrieb zu fotografieren. Das Werk, das letztendlich entstanden ist, lässt Stier Henri Junior als Kunstobjekt weiterleben. So gehören seine Ohrmarken, die er als lebendes Tier getragen hat, zum Kunstwerk. Auf den Bildern, die auf dem Fiberglasrohling angebracht worden sind, erkennt man zudem die Fleischstücke des Stiers, die Christen beim Metzger fotografiert hat. Noch gestern Abend lag das Höchstgebot für Henri Junior bei nur 520 Franken. Ein äusserst attraktives Schnäppchen.

Hinweis

Die Auktion der Stiere ist unter www.ricardo.ch/stierparade abrufbar. Das Formular für Gesuche kann auf www.stierparade.ch/partner/vereine heruntergeladen und an info@stierparade.ch gemailt werden.

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