Zug
13.09.2017 05:00

Jetzt tickt die Uhr der Kirche St. Martin hoffentlich wieder richtig

  • Kirchentechniker Philippe Brogle versucht, die Störung der Kirchenuhr zu beheben.
    Kirchentechniker Philippe Brogle versucht, die Störung der Kirchenuhr zu beheben. | Bild: Maria Schmid (Baar, 12. September 2017)
BAAR ⋅ Seit rund zwei Wochen läuft die Zeit im Dorf etwas langsamer – die Kirchenuhr der katholischen Kirche St. Martin hinkt bis zu einer Viertelstunde hinterher. Nun soll die Verwirrung ein Ende haben.

«Ich hatte schon viele Anrufe und Leute, die zu mir kamen, um die falsche Zeit auf der Uhr zu melden», sagt Ueli Hotz. Er ist der Sakristan der Kirche St. Martin und ist damit für den Unterhalt des Gebäudes verantwortlich. Die Uhr sei vor rund zwei Wochen – möglicherweise aufgrund eines Blitzeinschlages – beschädigt worden. Eine erste Reparatur vor rund einer Woche brachte aber nicht die gewünschte Wirkung. «Zuerst sah es danach aus, als würde sie wieder funktionieren. Kurze Zeit später ging sie jedoch bereits wieder hinten nach.»

Deshalb hat er den Fachmann für Kirchentechnik erneut kommen lassen. Gestern nun versuchte dieser, die Uhr wieder ins Lot zu bekommen. «Es ist schwierig zu sagen, an was es liegt, da alles elektronisch gesteuert wird», erklärt Fachmann Philippe Brogle vom Unternehmen für Kirchentechnik Muri Baer. Er habe die Teile ersetzt, bei denen das Problem am ehesten vermutet werde. «Jetzt muss ich es noch beobachten. Ich kann aber nicht garantieren, dass die Uhr nun wieder funktioniert.»

Bis zu einer Viertelstunde ist das Uhrwerk in den vergangenen Tagen der eigentlichen Zeit hinterhergehinkt. «Anfangs waren es nur einige Minuten, es wurden aber immer mehr», sagt Ueli Hotz. Immerhin – eine Zeitangabe funktioniert: «Zum Glück schlagen die Glocken zur richtigen Zeit.» Er selber habe sich inzwischen an die falsche Uhrzeit am Turm gewöhnt. «Auch die Gottesdienstbesucher sind pünktlich gekommen.» Und für ihn habe die hinterherhinkende Uhr auch Erfreuliches gezeigt: «Offensichtlich hat die Kirchenuhr noch immer eine wichtige Funktion, obwohl inzwischen nur noch wenige ganz ohne Uhr oder Handy unterwegs sind.»

 

Zoe Gwerder

zoe.gwerder@zugerzeitung.ch

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