Panorama
17.07.2017 13:31

Polizei warnt vor "CEO-Betrug"

  • Betrüger, die sich als Vorgesetzte ausgeben, haben Solothurner Firmen am Telefon oder per E-Mail aufgefordert, grössere Geldsummen zu überweisen. Die Polizei warnt vor diesem "CEO-Betrug". (Symbolbild)
    Betrüger, die sich als Vorgesetzte ausgeben, haben Solothurner Firmen am Telefon oder per E-Mail aufgefordert, grössere Geldsummen zu überweisen. Die Polizei warnt vor diesem "CEO-Betrug". (Symbolbild) | KEYSTONE/GAETAN BALLY
BETRUG ⋅ Ein Dutzend Firmen sind im Kanton Solothurn von unbekannten Betrügern unter einem Vorwand aufgefordert worden, eine grössere Geldsumme auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Auch E-Mail-Konten von Vorgesetzten wurden gehackt.

Es habe mindestens drei Geldüberweisungen in Länder wie die Türkei, England, Slowakei oder China gegeben, teilte die Solothurner Kantonspolizei am Montag mit. Die Angaben über die personellen Firmenstrukturen hätten sich die Betrüger zum Beispiel auf den firmeneigenen Internetseiten geholt.

Die unbekannten Täter gingen in allen Fällen gemäss Erkenntnissen der Polizei ähnlich vor. Sie kontaktieren einen Angestellten der Buchhaltung oder Finanzabteilung einer Firma oder Organisation. Die Betrüger geben sich etwa als Präsident, Vorsitzender, CEO oder Finanzchef aus.

Die Personen erzählen, in einer dringenden und vertraulichen Angelegenheit Hilfe zu benötigen. Durch geschickte Gesprächsführung versuchten die "CEO-Betrüger" Angestellte dazu zu bewegen, mehrere Zehntausend Franken auf ein Konto im Ausland zu überweisen.

Vorsicht vor dem "Chef"

Gemäss Polizeiangaben findet der Kontakt in der Regel per E-Mail oder via Telefon statt. In einigen Fällen wurde dabei das E-Mail-Konto der Vorgesetzten gehackt und den Angestellten, unter Verwendung der echten E-Mail-Adresse, Aufträge erteilt.

Die Polizei warnt Firmen und Organisation vor den Betrügern. Die Angestellten der Buchhaltung und Finanzabteilungen sollten im Zweifelsfall lieber einmal mehr beim Auftraggeber rückfragen.

Es solle kein Geld an unbekannte Personen überwiesen werden. Misstrauen sei angebracht, wenn sich eine Person am Telefon oder via E-Mail als Präsident, Vorsitzender oder CEO ausgebe. (sda)

Meist gelesene Artikel

Valerio Nesci, Pizzaiolo im caffè e più und Nadja Brunner, Geschäftsführerin vor dem Kolosseum.
ROM

Luzerner Pizzeria holt Bronze an der Pizza-Weltmeisterschaft

Den Hausbesitzern an der Mätteliguetstrasse droht Ungemach wegen Unstimmigkeiten zwischen dem Generalunternehmer und der Baufirma.
SCHACHEN

Hausbesitzer sitzen in der Falle

Duell in der oberen Etage zwischen Lausannes Nicolas Gétaz (links) und Luzerns Lucas Alves.
FUSSBALL

FCL für Unvermögen bestraft

PARIS

Polizist in Frankreich tötet drei Menschen, einen Hund und sich

Wegweiser zur Luzerner Psychiatrie in St. Urban. Im Hintergrund die Türme des angrenzenden Klosters.
LUZERN

Expertin kritisiert Psychiatrie hart

Claudia Ziltener ist Präsidentin der Kesb Region Willisau-Wiggertal.
WILLISAU

Präsidentin der Kesb Willisau-Wiggertal: «Wir sind diejenigen, die sich einmischen müssen»

LERNEN

Laut Hirnforscher sind Kunst und Sport die wichtigsten Schulfächer

Tiefe Zinsen lassen die Investitionen in Immobilien steigen.
PENSIONSKASSEN

Pensionskassen investieren jeden vierten Franken in Immobilien

Blick in die Regie während der Aufzeichnung der Sendung «Arena» zum Thema «No Billag – Ja oder Nein?» des Schweizer Fernsehens.
NO BILLAG

TV-Stars verrennen sich auf Facebook

Die Mall of Switzerland wird sehr gut besucht. Doch dies führt zu arg stockendem Verkehr auf den Strassen rund um das Einkaufszentrum.
LUZERN

Massiver Stau: Mall-Betreiber wollen umgehend handeln

Zur klassischen Ansicht wechseln