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SPORTWAGEN

Zu Ehren von Ayrton Senna

Mit dem Senna setzt der britische Sportautohersteller McLaren seinem berühmtesten Formel-1-Fahrer ein würdiges Denkmal. Zu kaufen gibt es von diesem McLaren Senna allerdings nur 500 Stück, die in Handarbeit montiert werden.
09.02.2018 | 09:25

Die Letzten ihrer Art? Sollen die Pessimisten doch den Abgesang auf den Supersportwagen anstimmen. Die PS-Fraktion sieht das anders – und dreht noch einmal auf. Denn so, wie Mercedes gerade das Project One lanciert und Aston Martin die Millionen für den Valkyrie einsammelt, so legt jetzt auch McLaren nach und bringt als nächstes Modell der ­Ultimate Series ein Auto in Stellung, das kaum einen berühmteren Namen tragen könnte: Senna heisst der Tiefflieger, nach dem legendären Formel-1-Fahrer. Die Briten selbst bezeichnen den Wagen als extremstes Strassenauto, das die Firma je gebaut hat – den legendären F1 eingeschlossen.

Seinem berühmten Namensgeber macht der Zweisitzer mit dem radikal reduzierten Cockpit alle Ehre. Nicht nur, weil er so scharf aussieht, dass man an der Strassenzulassung zweifeln möchte. Sondern vor allem, wie auch die Motor- und Fahrleistungen nicht mehr von dieser Welt sind. Denn immerhin kitzeln die Briten aus dem vier Liter grossen, längs im Heck montierten Achtzylinder mit Hilfe zweier Turbos irrwitzige 800 PS und 800 Newton­meter – so stark war noch kein ­anderes Strassenfahrzeug von McLaren davor. Bei einem Gewicht von 1198 Kilogramm er­gibt das ein Leistungsgewicht von 0,67 PS pro Kilogramm und garantiert eine Beschleunigung, wie man sie selbst in Supersport­wagen nur selten erlebt: Von 0 auf 100 in 2,8, von 0 auf 200 in 6,8 und von 0 auf 300 in 17,5 Sekunden haben die Briten ermittelt und das Spitzentempo auf 340 km/h taxiert.

Und weil eine gute Beschleunigung nur die halbe Miete ist, gibt es auch noch Bremsen mit ulti­mativem Biss: Die Verzögerung von 200 auf 0 km/h schafft der Senna in weniger als 100 Metern und die aktive Aerodynamik sorgt dabei mit bis zu 800 Kilogramm Abtrieb für die nötige Boden­haftung.

Zwar hat dieses irrwitzige Vergnügen seinen Preis. Doch die Interessenten scheinen sich an den 1,1 Millionen Franken nicht zu stören, die McLaren für den Senna verlangt. Denn limitiert auf 500 Autos, von denen jedes in Woking in 300 Stunden Handarbeit montiert wird, war der Senna bereits ausverkauft, bevor ein künftiger Kunde auch nur ein Modell gesehen hat.

Thomas Geiger

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