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Ein SUV für jede Parklücke

Ein SUV muss nicht gross sein. Das beweist Suzuki mit seinem Ignis, der auf seinen 3,70 Metern Länge sehr viel Auto für vier Personen bietet. Und auf allen vier Rädern antreibt.
09.02.2018 | 09:23

Bruno Knellwolf

Denkt man an einen SUV, sieht man einen fetten, kraftstrotzenden Berggänger vor seinem Auge mit Pneus gross wie Gummi­boote. Doch es gibt auch SUV wie den Suzuki Ignis, klein und herzig. Kein Wunder, wird er als Micro-SUV bezeichnet. Ein auf 3,70 Meter Länge geschrumpfter Geländegänger mit Allradantrieb. Ein SUV für junge Frauen oder solche, die in der Stadt den Sonnenberg erklimmen müssen und im Winter froh sind, wenn das Zweit-Auto auf allen vier Rädern antreibt.

Nicht nur Jungfahrern gefällt das stylische Äussere mit den charakteristischen Linien und den scharfen Kanten. Die neckischen Farbakzente in Rame Orange Pearl Metallic. Die Farbelemente entdeckt man im modernen Interieur wieder. Im stilvollen und übersichtlichen Cockpit findet sich alles, was sich das digital ­geschulte Publikum wünscht. Dank Apple Car Play lässt sich das iPhone nutzen, um Musik zu hören, Nachrichten zu senden oder Siri aufzurufen. Gleiches lässt sich mittels Android Auto auch mit anderen Smartphones bewerkstelligen.

Auf dem grossen Touchscreen erscheinen verschiedene Apps, die auf Druck bedienbar sind. Trotz seiner Kleinheit und dem Preis um die 20 000 Franken – in der Basis mit Frontantrieb sogar ab 14 990 Franken – gehören Rückfahrkamera und Navigations­system sowie ein Tempomat zum Programm. Auch eine Sitzheizung trägt zum Fahrkomfort bei.

Nicht einmal eine Tonne schwer

Am Steuer gefällt die direkte ­Lenkung und die Wendigkeit des kurzen und nur 945 Kilogramm schweren Autos, das sich mit einem Wendekreis von 9,4 Metern begnügt. Sehr smart, wie mit ­diesem Suzuki auch auf kleinen Parkflächen parkiert werden kann. Vier Personen finden Platz und im Kofferraum mit einem ­Volumen von 260 Litern lässt sich doch noch einiges verstauen. Klappt man die beiden hinteren Sitze runter, bringt man sogar die Hundebox ins Auto, um mit dem Auto über Stock und Stein zu fahren. Für das ist der Suzuki nämlich auch gemacht, obwohl er ein City-SUV ist. Eine Berganfahr­hilfe, wie ein Bergabfahrassistent gehören zu den Allgrip-Modellen dazu wie auch eine Grip-Kontrolle, welche das rutschende Rad auf Schlamm und Eis im richtigen Moment stoppt.

Das Allradsystem mit Visco-Kupplung verteilt das Drehmoment automatisch auf die Hinterräder, wenn der Computer merkt, dass die Vorderräder auf der Strasse nicht mehr greifen. Bemerkenswert ist auch, dass der Verbrauch im Test tatsächlich den vom Werk versprochenen fünf Litern entsprach. Dabei hilft eine Start-Stopp-Automatik und das Nutzen der Bremsenergie, um Strom für die Batterie zu erzeugen. Viel Auto steckt also in diesem handlichen Micro-SUV, der sogar selber bremst in der Not und einen Spurhalteassistenten an Bord hat.

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