SCHNITZELBÄNKE

Trump twittert für Reidener Fasnächtler

10.02.2018 | 10:44

Der Schmudo gehört in Reiden seit Jahren den Schnitzelbänklern. Vier Gruppen waren auch heuer im Reidermoos, in Wikon, Richenthal und in den Reidener Wirtschaften unterwegs. Drei dieser Gruppen gingen aus dem Schnitzelbank-Seminar vor drei Jahren hervor.

Das trägt offensichtlich nachhaltige Fasnachtsfrüchte. Etwa bei den «Wiiberhööge»: Die drei Frauen knöpften sich dieses Jahr fasnächtlich unverschämt etwa den gestrauchelten Walliser Nationalrat Buttet vor und schlugen auch gleich eine freche Brücke zu Martullo Blocher. «De Buttet hets öbertriebe – drom het mer z Bärn es Flirtmerkblatt för alli Regänte gschrebe. – Gäge di stiife Pfiffli isch dä Text doch voll vergäbe – mer müesst doch eifach nor es Foti vo de Martullo drufchläbe.» Und die Sicherheitsmassnahmen am WEF, die für Trump und Co. getroffen werden müssen, fanden sie «för da chli öbertrebe; mier hättit doch de Constantin – ei Schlag, ond all send vertrebe.» Die beiden «WC-Ente uf de Badmatte» sind nicht zufrieden mit den Gemeinderatserklärungen zum «Onwort Pro-Kopf-Verschuldung»: «Mer chonnt gar ned drus, mer fühlt sech als en Lappi – am beschte frogt mer deheim am Chochitesch de Papi.» Und: Da sollen an der Reidener Kirchtüre Diebe abgehalten werden mit dem Hinweis: «Kei Gäld i de Kasse». Die Folge: «Mer send öber de Ort vo dem Plakat chli verwirrt – het ächt de Gemeindrot sech bim Ufhänke a de Tööre g’irrt?»

«Make Fasnacht great again»

Guten Mutes ist die «Ploudertasche», dass es mit dem neuen Umzugstag am Freitag gut kommt – und bemüht Donald Trump: «Mer hoffe, sie hend Schwein – of Twitter schribt de Trump: ‹Go girls – Make Fasnacht great again›.» Da wären auch noch die «Latzhoose» und die «Blächschäde», die dem Ganzen musikalische Rundungen verpassten.

 

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

 

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