BILANZ

«Gelassene, gute Stimmung» an der Luzerner Fasnacht – trotz einiger Störenfriede

Die Polizei zieht eine positive Bilanz zur diesjährigen Fasnacht. Die närrischen Tage verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle. Dennoch mussten gut zwei Dutzend Personen in Gewahrsam genommen werden.
14.02.2018 | 13:52

Christian Glaus

christian.glaus@luzernerzeitung.ch

Knapp 150'000 Personen waren vom Schmutzigen Donnerstag bis Aschermittwoch in der Stadt Luzern unterwegs. Das sind 7000 weniger als im Vorjahr, welches dank des schönen Wetters als Rekordjahr gilt. Auch auf dem Land war viel los: Dort nahmen rund 210'000 Personen am fasnächtlichen Treiben teil, wie die Luzerner Polizei mitteilt. Insgesamt fanden im ganzen Kanton über 90 Anlässe statt, die von der Polizei bewilligt wurden.

Im Vergleich zum Vorjahr verlief das Fasnachtsende in der Stadt Luzern pompös: 28'000 Personen verfolgten den Monstercorso am Dienstagabend (Vorjahr: 16'000). In der Nacht auf Aschermittwoch liessen sich 12'000 Personen durch die Luzerner Gassen treiben.

Die Luzerner Polizei zieht insgesamt eine positive Bilanz. «Die Fasnachtstage verliefen über alles friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Es herrschte eine gute und gelassene Stimmung», sagt Polizeisprecher Kurt Graf. Dennoch waren die Einsatzkräfte, die sich uniformiert und in Zivil ins Getümmel stürzten, gefordert: Sie mussten vor allem wegen Fällen von Trunkenheit und Gewalt einschreiten. «Gut zwei Dutzend Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen», sagt Graf. Weitere wurden aufgrund ihres Verhaltens weggewiesen. «Dadurch ist es uns gelungen, ein ungestörtes fasnächtliches Treiben zu gewährleisten. Unsere Präsenz wurde auch von den Fasnächtlern geschätzt», so Graf weiter.

Im fasnächtlichen Getümmel gingen einige Kinder verloren. In den meisten Fällen konnten sie aber bereits nach kürzester Zeit wieder wohlbehalten den Eltern übergeben werden. «Wenn ein Kind vermisst wird, entsteht schnell eine grosse Aufregung. Dank dem Funkkontakt unter den Patrouillen konnten wir die Eltern aber jeweils schnell ausfindig machen», erklärt der Polizeisprecher.

In diesem Jahr gab es nur wenige Diebstähle. Weniger als ein Dutzend Fälle wurden der Polizei gemeldet – eine sehr positive Entwicklung, denn in den letzten Jahren waren die Diebstähle jeweils ein grosses Thema. Die Zahl der Fälle sei «vergleichbar mit dem Luzerner Fest», so Graf. Er führt dies auf die grosse Präsenz zurück. «Verdächtige Personen kontrollierten wir präventiv», führt Graf aus. «Mögliche Taschendiebe machen sich dadurch jeweils schnell wieder aus dem Staub.»

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